FMEA

FMEA - Diese Abkürzung wird dem normalen Kunden nicht allzu viel sagen. Doch dabei bildet grade der dahinterstehende Prozess die Grundlage für die Entwicklung vieler Produkte. Hierbei handelt es sich um die sogenannte Auswirkungsanalyse, welche sich mit Produktfehlern befasst und welche Auswirkungen diese auf den Kunden haben könnten. Zudem werden auch die Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens und der der Entdeckung dabei erfasst. Der Prozess umfasst dabei verschiedene Vorgehensweisen, die in unterschiedlichen Bereichen zum Einsatz kommen. Aus der heutigen Produktentwicklung grade im technischen Bereich, ist das Durchführen einer entsprechenden Analyse nicht mehr wegzudenken. 

Grundlagen der FMEA

Die Auswirkungsanalyse basiert darauf, dass Fehler entdeckt werden, bevor diese überhaupt entstehen. Zumeist geschieht dies schon in einer Phase, in der das Produkt noch gar nicht physisch existiert. Heute können verschiedene Modelle im Computer erstellt werden, die dann auf ihre Funktionsweise hin untersucht werden. Besonders bei Schaltkreisen ist dies von erheblicher Bedeutung, denn die technische Umsetzung ist für gewöhnlich schwierig. Durch die immer komplexer werdenden Strukturen, steigt auch die Wahrscheinlichkeit von Fehlern an, sodass eine umfassende Analyse die Grundlage für die Entwicklung neuer Chipsätze ist. Diese Vorgehensweise spart dem Unternehmen teure Retouren und auch Kosten, die aufgrund von Schadensersatzansprüchen entstehen könnten. Hierbei steht die Kosten-Nutzenanalyse im Mittelpunkt der Betrachtung. Sollten die Kosten für die Fehlerbehebung höher ausfallen als der zu erwartende Nutzen, so wird in der Regel von einer Entwicklung abgesehen.   

Bereiche der Auswirkungsanalyse

Die Auswirkungsanalyse wird in unterschiedlichen Bereichen genutzt. Am bedeutendsten ist sie im Bereich der Hardware und der Systemtechnik, denn hier laufen komplexe Prozesse ab, die zu Fehlern führen können. Diese können für den späteren Anwender schwere Folgen haben, denn grade Firmen setzen auf entsprechende Methoden, wobei ein Ausfall von wesentlicher Hardware oder implantierten Systemen, auch hohe Verluste bedeuten kann.  Die Design-FMEA hingegen beschäftigt sich bereits im Vorfeld zur eigentlichen Konstruktion eines Objektes mit eventuell auftretenden Fehlern. Durch die hier angewendeten Methoden können schon während der Bauphase diverse Mängel ausgemerzt werden, sodass diese später erst gar nicht in Erscheinung treten. Das gleiche Prinzip steht hinter der Software-FMEA wobei der Programmcode bereits bei der Entwicklung auf eventuelle Schwachstellen untersucht wird. Letztlich darf hier nicht die Prozess-FMEA außer Acht gelassen werden, wie sie bei der QMH Consulting GmbH vorgestellt wird, die vor allem in der Produktion zum Einsatz kommt, um den Ablauf der Herstellung von Waren und Produkten zu gewährleisten. Hier auftretende Fehler können am Endprodukt zu Mängeln führen, die dann unweigerlich weitere Schwachstellen verursachen.   

Grundlagen der Bewertung

Die eventuelle Häufigkeit von Fehlern, sowie die Wahrscheinlichkeit, mit der diese auftreten, wird während der Analyse mit Zahlen kodiert. Je höher der Wert, umso wahrscheinlicher ist es, dass ein bestimmter Fehler während der regulären Nutzung tatsächlich passiert und somit Auswirkungen auf den Kunden hat. Die 10 steht dabei für eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, während die 1 nur einen sehr geringen Wert bedeutet. Den Zahlen vorangestellt sind dabei Buchstabenkombinationen, wie zum Beispiel BS, A oder E. Diese stehen für die Bedeutung der Schwere, die Auftretenswahrscheinlichkeit und die Entdeckungswahrscheinlichkeit. Alle Werte zusammen ergeben dann einen Durchschnitt, anhand dessen berechnet werden kann, ob ein eventueller Fehler tatsächlich massive Auswirkungen verursachen kann.

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